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Der Vespa-Club Emmendingen 

Der Vespa-Club Emmendingen wurde 1959 gegründet – in einer Zeit des Aufbruchs, als Europa begann, die Kriegsjahre hinter sich zu lassen. Die Vespa prägte diese Epoche wie kaum ein anderes Fahrzeug: Sie war erschwinglich, mobil und wurde zum Sinnbild für Unabhängigkeit und neue Lebensfreude. Die Clubmitglieder unternahmen gemeinsame Ausfahrten durch Kaiserstuhl und Schwarzwald, pflegten den Austausch mit befreundeten Vereinen im In- und Ausland und genossen das besondere Gemeinschaftsgefühl auf zwei Rädern.

Doch mit den Jahren veränderten sich die Lebensumstände. Nach etwa sechs Jahren wurde es zunehmend ruhiger um den Verein. Viele Mitglieder gründeten Familien, setzten neue Prioritäten und wandten sich anderen Lebensbereichen zu. Für manche bedeutete dies auch den Abschied von der Vespa – nicht selten zugunsten eines Autos. Nach und nach löste sich die einst so aktive Gemeinschaft auf.

Erst im Jahr 2024 rückte die Geschichte des Vespa-Clubs Emmendingen wieder ins Bewusstsein: Eine alte Plakette des Vereins tauchte auf und weckte die Neugier einer kleinen Gruppe Vespa-Begeisterter aus Emmendingen. Mit großem Engagement begaben sie sich auf Spurensuche und rekonstruierten die Geschichte des ursprünglichen Clubs. Dabei hatten sie außergewöhnliches Glück: Die ehemaligen Vereinsvorstände konnten nicht nur ausfindig gemacht werden, sondern erfreuten sich bester Gesundheit – und hatten über Jahrzehnte hinweg sämtliche Unterlagen, Pokale und Korrespondenzen sorgfältig aufbewahrt. Diese wertvollen Zeugnisse wurden vertrauensvoll übergeben und bildeten die Grundlage für einen Neuanfang.

Am 25. Mai 2025 wurde der Vespa-Club Emmendingen schließlich neu gegründet. Seitdem wächst die Gemeinschaft stetig und zählt inzwischen rund zwanzig Mitglieder – vereint durch die gleiche Leidenschaft, die schon 1959 den Grundstein für den Verein gelegt hat.

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